CODE–Knacker

Lexikon der Codes - Symbole - Kurzzeichen


WANDERZEICHEN - WEGZEICHEN

In Deutschland gibt es kein einheitliches Beschilderungssystem für Wanderwege. So unterschiedlich die Orientierungsmarkierungen für den Wanderer auch sind, die Art und Weise der Beschilderung ist allen gemeinsam. So werden die Wanderwege von den Wandervereinen in Abständen von ca. 200 m in einer Höhe von ca. 2 m mit einer Tafel oder mit Farbe markiert, wobei an Kreuzungen immer eine Markierung erfolgt. Letztere wird auch "Bestätigungsmarkierung" oder "Beruhigungsmarkierung" genannt und zeigt an, dass man sich noch auf dem richtigen Weg befindet.

 

Deutsches Wandersiegel - Premiumweg

Deutsches Wanderinstitut e.V.

Wanderwege, die unter anderem folgende Mindestkriterien (von 34) des Deutsches Wanderinstituts e.V. erfüllen, erhalten dieses Premiumweg-Siegel:

● Markierung ist in beide Richtungen vorhanden

● Sichtmarkierung in beide Richtungen an allen Kreuzungen und Einmündungen

● An allen Abzweigungen mit Richtungswechsel Bestätigungszeichen obligatorisch.

● Beruhigungszeichen auf abzweigfreien Abschnitten, überwiegend auf Sicht vorhanden

 

Wandererparkplatz (ehemaliges Zeichen 317 StVO) Wegemarkierungen

WW  Wanderweg
RW  
Rundweg (beginnen und enden an einem Wandererparkplatz)
FW
    Fernweg (Weg mit mehren Etappen und unterschiedlichen Start- und Zielpunkten)
TW
   Tagesweg (kann an einem Tag erwandert werden)

 

Beispiele für Wanderwegmarkierungen (als Schild oder Farbmarkierung auf Steinen, Felsen oder Bäumen)
Fernwanderweg Wanderwegmarkierung Wanderwegmarkierung Wanderwegmarkierung Wanderwegmarkierung Wanderwegmarkierung Nebenlinien
Wanderwegmarkierung Wanderwegmarkierung Wanderwegmarkierung Wanderwegmarkierung Europawanderweg 10 Wanderwegmarkierung Richtungsänderung

 

Jakobsweg - Pilgerweg und König-Ludwig-Weg Und dann gibt es noch die Königsdisziplin unter den Wanderwegen. Die Rede ist vom Jakobsweg.
Im wahrsten Sinne des Wortes ein Pilgerweg, der von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde.
Verschiedene Routen führen von Mittelfrankreich über die Pyrenäen bis zum Grab des Apostels Jakobus des Älteren (Schutzpatron der Pilger), Bruder des Johannes, in Santiago de Compostela (Nordwestspanien).
Die Pilgerroute mit gut ausgebauter Infrastruktur ist mit einer stilisierten Jakobsmuschel gekennzeichnet. Die Furchen in der Muschel symbolisieren die verschiedenen Wege zum gemeinsamen Pilgerziel.

 

Wander- und Mountainbikwegweiser (Naturpark Solling-Vogler) Wanderwegmarkierung an einem Baum Jakbsweg (Wanderrichtung geradeaus)
Jakobswegbeschilderung
(Wanderrichtung geradeaus)
Die Wanderrichtung ist dort angegeben, wo sich die Strahlen der Muschel treffen.
Holzpfosten mit kombinierten Wander- und Mountainbike-Routenbeschilderung
MTB-Schwierigkeitsgrade in Anlehnung an die Skipisten-Markierungsschilder
    Blau     leicht
    Rot       mittelschwierig
Schwarz  schwierig
Wanderwegmarkierung
mit Farbe an einem Baum
Wanderwegmarkierung auf einem Metallrohr
Wanderwegmarkierung
in Form einer Plastikfolie auf einem Metallrohr
Überregionaler Standardwanderwegweiser
Standardwanderwegweiser


Wanderweg leicht
Leicht begehbarer Spazier- und Wanderweg


Wanderweg mittelschwer
Bergwanderweg (Schuhe mit griffiger Sohle erforderlich)


Wanderweg schwer
Alpiner Wanderweg

 

Bergwegeklassifikation des DAV (Deutscher Alpenverein)

 

Kategorie Gelb – Talwege
Einfach zu begehende Talwege oder Forststraßen mit gewöhnlichen Turnschuhen. Es werden keine alpinen Anforderungen gestellt.

 

Kategorie Blau – Einfache Bergwege
Relativ einfach mit Leichtwanderschuhen zu begehende Bergwanderwege. Diese sind überwiegend schmal, können aber auch steil angelegt sein, jedoch ohne direkt absturzgefährdende Stellen.
Die alpinen Anforderungen beschränken sich auf allgemeine Trittsicherheit und ein gewisses Maß an Wandererfahrung.

 

Kategorie Rot – Mittelschwere Bergwege
Diese Wege sind überwiegend schmal, oft steil angelegt und können absturzgefährdende Stellen aufweisen. Außerdem können kurze Gehpassagen zur Gehstabilisierung mit Geländer oder Drahtseil vorkommen.
Geeignete Wanderschuhe und gute Trittsicherheit sind Voraussetzung.

 

Kategorie Schwarz – Schwere Bergwege
Diese Wege sind schmal und steil angelegt und führen durch absturzgefährdetes Gelände. Es kommen oft Gehpassagen mit Geländer und Drahtseil und einfach Kletterstellen vor, die gelegentlich den kraftvollen Einsatz von Händen erfordern.
Alpine Wandererfahrung ist Voraussetzung. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind zwingend erforderlich.

 

 

Jakobspilgerweg
Weg der Jakobspilger (Höxter-Corvey – Dortmund)

 

Europäische Fernwanderwege
Fernwanderweg E1 Nordkap – Bodensee – Gotthard – Mittelmeer (7.114 km)
Nordkap (N) – Göteborg – Viborg – Flensburg – (Variante: Kiel – Lübeck) – Hamburg – Hameln – Frankfurt a. M. – Konstanz – Lugano – Genua – Salerno (I) – geplant: Palermo/Sizilien (I)
Fernwanderweg E2 Schottland – Genfer See – Mittelmeer (5.720 km)
Inverness (GB) – Manchester – London – Oostende – Antwerpen – Liege – Luxembourg – Echternach – Metz – Nyon – Chamonix – Nice (F)
Fernwanderweg E3 Atlantik – Ardennen – Erzgebirge – Karpaten – Schwarzes Meer (8.880 km)
Santiago de Compostela (E) – Burgos – Roncevales – Cahors – Melun – Ardeny – Saarburg – Fulda – Eisenach – (Martredwitz – Cheb – Klinovec) – Bad Schandau – Høensko – Harrachov – Dolní Boøíkovice – Makovský priesmyk – Zakopane – Prešov – Kisvárda – Nesebâr (BG)
Fernwanderweg E4 Gibraltar – Pyrenäen – Bodensee – Balaton – Rila – Kreta -Zypern (12.090 km)
Tarifa (E) – Gibraltar – Granada – Murcia – Monserrat – Bourg Madame – Carcassone – Grenoble – Chasseral – Bregenz - Salzburg (alpine Alternative: Bregenz – Zugspitze – Semmering) – Rust am Neusiedler See – Héviz – Budapest – Karos – Ártánd – Kreta – Pafos – Larnaca (CY)
Fernwanderweg E5 Atlantik – Bodensee – Alpen – Adria (4.120 km)
Pointe du Raz (F) – St. Malo – Fontainebleu – Troyes – Langres – Koblenz – Konstanz – Bregenz – Tams am Inn – Timmelsjoch – St. Leonhard – Bozen – Monte Cornetto – Verona (I)
Fernwanderweg E6 Lapland - Ostsee – Wachau – Adria – Agäis (6.030 km)
Kilpisjärvi (FIN) – Pirkanmaa – Turku – Grisslehamn – Stockholm – Malmö – Kopenhagen – Flensburg – Kiel – Lübeck – Lauenburg a.d. Elbe – Bodenteich – Braunschweig – Goslar – Göttingen – Marktredwitz (Variante: Cheb - Nýrsko – Železná Ruda – Bayerisch Eisenstein) – Furth im Wald – Gr. Arber – Arbesbach – Melk a. d. Donau – Radlpass – Mozirje – Rijeka/Strunjan (Koper) – Fähre – Igoumenitsa – Ioannina – Florina – Alexandroupolis (GR)
Fernwanderweg E7 Atlantik – Mittelmeer – Gardasee - Südungarn (6.370 km)
El Hierro [Kanarische Inseln] (E) – Escorial – Tivisa – Jadraque – La Puebla de Valderde – Argebtera – Andorra la Vella – Lodéve – Remouline – Trascon – Manosque – Menton – Ventimiglia – Altare – Travo – Robiè – Kobarid – Hodoš – Bajánsenye – Szeged – Nowi Sad (SRB)
Fernwanderweg E8 Irische See – Rhein – Main – Donau – Karpaten – Rhodopen (6.240 km)
Dursey Head (IRL) – Liverpool – Yok – Hull – Europort – Nijmegen – Klve – Grüggen – Aachen – Bonn – Koblenz – Oberwesel – Donnersberg – Worms (Variante: Speyer – Heidelberg) – Wertheim – Tauberbischofsheim – Kelheim – Regensburg – Passau – Oberkappel – Karlstift – Gmünde – Geras – Hardegg (Variante: Vranĕnít – Vranov n. D.) – Retz – Wien – Bratislava – Trenèin – Duklapass – Sofia – Svilengrad (BG)
Fernwanderweg E9 Internationaler Küstenweg Atlantik – Nordsee – Ostsee (10.092 km)
Rate (ES)  – Lissabon – St Mâlo – Le Havre – Ostende – Brudge – Rotterdam – Haag – Leer/Ostfriesland – Norden – Bremerhaven – Glückstadt – Hamburg – Lübeck – Rostock-Warnemünde – Swinoujscie – Kolobrzeg – Gdansk – Tallin (EST)
Fernwanderweg E10 Lappland - Ostsee – Böhmerwald – Alpen (2.370 km)
Nuorgam (FIN) – Lappeenranta – Lathi/Helsinki (FIN) – Insel Rügen – Stralsund – Potsdam – Zittau – Èeská Lípa – Mĕlnik – Praha – Písek – Èeská Budìjovice – Bad Leonfelden – Oberkappel a.d. R. – Haag am Hausruck – (Variante Schärding – Ostermierthung) – Salzburg – Berchtesgaden – Spital a. d. Drau – Brixen – Bozen (I)
Fernwanderweg E11 Nordsee – Harz – Mark Brandenburg – Masuren (4.610 km)
Scheveningen (NL) – Amersfoort – Oldenzaal – Osnabrück – Goslar/Harz – Wernigerode – Dessau a. d. Elbe – Potsdam – Frankfurt a. d. Oder – Poznaò – Toruò – Olsztyn – Ogrodniki – Tallinn (EST)
Fernwanderweg E12 Europäischer Mittelmeerring (1.490 km)
Rate (E) – Ceuta – Barcelona – Nizza – Genua – Salerno (I) – Koper (SLO)
Quelle: ERA Europäische Wandervereinigung (mit eigenen Ergänzungen)

 


Zur Wanderausrüstung gehören auch je nach Gelände geeignete Wanderschuhe, Wanderstiefel oder Bergschuhe.

Nachfolgend eine übliche, nicht genormte Einteilung des Schuhwerkes nach Einsatzkategorien, die sich durch unterschiedliche Sohlenkonstruktionen, Lederstärken oder Polsterungen unterscheiden.

Kategorien
nach MEINDL
Kategorien
nach LOWA
Einsatzgebiet/ Aktivität
M Index 6 Multifunktional. Sportlich-legere Freizeitschuhe für Alltag und Reise, Shopping. Leicht und komfortabel.
A Index 5 Freizeit und Alltag. Sportliche Spaziergänge, leichte Wanderungen, Walking und Fahrradtouren.
A/B Index 4 Einsteigermodelle für Mittelgebirge und befestigte Wege. Spaziergänge, leichte Wanderungen und Ausflüge.
B Index 3 Ausgedehnte Treckingtouren und bequemes Wandern in leichtem alpinen Gelände und anspruchsvolle Tagestouren.
B/C - Mittlere Alpineinsätze und Klettersteige. Leichteisen möglich.
C Index 2 Hochgebirgstouren in Fels, Wand, Geröll, Gletscher sowie mehrtägige Hüttenwanderungen. Steigeisen geeignet.
D Index 1 Hochgebirgstouren im Extremgelände. Extreme Eistouren und Eisklettern. Steigeisenfest.